Geschichte der Wehr

Kurzfassung unserer Chronik

Bereits im 19.Jahrhundert wurde in Stupferich eine sogennante Pflichtfeuerwehr eingeführt. In ihr waren alle männlichen Einwohner ab dem 20. Lebensjahr zum Beitritt verpflichtet. Eine heute noch vorhandene Fahne aus dem Jahr 1808 gibt davon Zeugnis.

Verschiedene Löschgeräte, darunter eine vierrädrige Feuerwehrspritze wurden angeschafft. Diese Fahrspritze war auch beim großen Theaterbrand 1847 in Karlsruhe mit eingesetzt.

Die ersten Gründungsversuche einer Freiwilligen Feuerwehr in den Jahren 1923 bis 1933 scheiterten am fehlenden Geld der Gemeinde. Der vierte Versuch am 23. April 1936 erbrachte die offizielle Gründung.



Der damalige Bürgermeister Alois Becker wurde erster Wehrführer und stand 51 Kameraden der Gründungsmannschaft vor. Unter seiner Regie errang die Wehr durch ihre Schlagkraft großes Ansehen in der näheren und weiteren Umgebung. Dies konnte bei vielen Übungen unter Beweis gestellt werden.





Da viele unserer Kameraden in den Kriegsjahren zur Wehrmacht eingezogen waren, wurde während des Krieges eine Frauenmannschaft gebildet, die auch bei Einsätzen bis nach Mannheim ihren „Mann“ stand. Bis zum Ende des Krieges waren 19 Kameraden unserer Wehr gefallen.



Nach dem Krieg gelang es Bürgermeister Josef Doll 1948, eine neue Mannschaft - meist aus ehemaligen Kameraden - zu gewinnen, aber auch neue Mitglieder waren dabei. Anton Doll wurde zum Kommandanten gewählt. Bereits im Jahr 1954 konnte unser erstes Löschfahrzeug LF 8 Marke Hanomag in Dienst gestellt werden.



1957 wurde Eugen Becker zum neuen Kommandanten gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1964 inne. 1960 wurde Wilhelm Grimm Stellvertreter, diese Amt hatte er bis 1980 inne. Kurt Bergemann folgte 1964 Eugen Becker als Kommandant. Unter seiner Leitung erhielt die Wehr ihr zweites Fahrzeug, ein TSF Ford Transit.



Im Zuge der Gemeindereform wurde die Gemeinde Stupferich am 01.01.1972 in die Stadt Karlsruhe eingegliedert, unsere Wehr heißt seit diesem Zeitpunkt

Freiwillige Feuerwehr Karlsruhe Abteilung Stupferich.

Im Jahr 1972 wurde auch unsere Jugendfeuerwehr gegründet, erster Jugendwart war Ludwig Kast, Stellvertreter Johannes Bergemann. Kommandant in dieser Zeit war Kurt Bergemann. 1974 folgte Josef Katz als Abteilungskommandant Kurt Bergemann nach. In seiner Zeit wurde 1978 unser Feuerwehrhaus gebaut. Ebenso erhielten wir ein neues LF 8 Marke DB.
1980 schied der langjährige Stellvertreter Wilhelm Grimm aus Altersgründen aus seinem Amt aus, Nachfolger wurde Ludwig Kast. Höhepunkte der Amtszeit des Abteilungskommandanten Josef Katz waren die fast nahtlose Integration der Feuerwehr Stupferich in die Feuerwehr Karlsruhe, der Bau des neuen Feuerwehrhauses und der gemeinsam mit Stupfericher Vereinen erfolgte Bau der Bergleshalle.


Die aktive Mannschaft 1983        (Auf Bild klicken für größere Version)


Die Gesamtwehr 1983        (Auf Bild klicken für größere Version)


Die Ehrenmitglieder und Alterskameraden 1983

Bei der Jahreshauptversammlung 1984 wurde Ludwig Kast zum neuen Abteilungskommandanten und Franz Josef Ostermann zum seinem Stellvertreter gewählt. 1985 konnte die Wehr ein TLF 8/18 auf Unimog-Basis in Empfang nehmen.



Im Jahr 1986 wurde unser 50jähriges Jubiläum mit einem Großen Zapfenstreich gefeiert.



Am 11.09.1991 erhielt Josef Katz aufgrund seiner Verdienste um die Feuerwehr Stupferich von Ortsvorsteher Rolf Doll im Namen des Oberbürgermeisters Prof. Dr. Gerhard Seiler die höchste Auszeichnung unserer Wehr: er wurde zum Ehrenabteilungskommandanten ernannt.

Im gleichen Jahr, nämlich am 20.11.1991 reiste auf Betreiben des Abteilungskommandanten eine Abordnung unserer Wehr nach Polen. Wir besuchten dort die Gemeinde Pokoj im Bezirk Oppeln, im ehemaligen Oberschlesien. Diese Gemeinde wurde im Jahr 1748 nach dem Vorbild von Karlsruhe gebaut, mit Schloß und fächerförmig angeordneten Straßen. Seit diesem Besuch gab es einige Begegnungen zwischen unseren Wehren.

1996 wurde von uns eine Fahne beschafft und beim 60jährigen Bestehen unserer Wehr von Pfarrer Michael Vollmert eingeweiht, mit dabei waren auch unsere Gäste aus Polen.

Unserer Pfarrkirche übergaben wir 1997 eine barocke Statue des heiligen Florian als Dank für die Weihe der Fahne und die bisher feierlich gestaltete Gottesdienste zu Ehren St.Florians. Im gleichen Jahr wurde auch das 25jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr gefeiert.



1998 konnten wir unser erstes Löschfahrzeug Baujahr 1954 aus dem Besitz unseres Ehrenmitglieds Ignaz Vogel wieder in Empfang nehmen; dieses Fahrzeug wird von uns zur Zeit restauriert.

Bei der Jahreshauptversammlung 1999 wurde die Unterabteilung „Fördernde Mitglieder“ ins Leben gerufen. Mit dieser Einrichtung ist es möglich, passives Mitglied der Abteilung Stupferich zu werden. In der gleichen Versammlung stellte Franz J. Ostermann nach 15 Jahren sein Amt als Stellvertreter zur Verfügung, seine jahrelange Ausbildungstätigkeit für unsere Wehr behält er inne. Nachfolger wurde Alexander Gartner.

Im Jahr 2000 konnten wir mit den Vereinen und Bürgern das 900jährige Jubiläum unseres Ortes feiern. Ein gelungener Festumzug mit historischen Motivwagen krönte die Feiern zu diesem Anlass.

Nach zwei jähriger Amtszeit legte Alexander Gartner sein Amt nieder, neuer Sellvertreter ist seit 2001 Siegbert Becker. Nach den Erfahrungen des Orkans Lothar und den neuen Hilfsfristen bei z.B. Wohnungsbränden in Punkto Atemschutz wurde 2002 die Alarm-und Ausrückeordnung dahin geändert, daß zu bestimmten Einsatzstichworten mehrere Abteilungen zu einem Einsatz gerufen werden. Dies betrifft vor allem Einsätze, die während der normalen Arbeitszeit anfallen. So rücken wir jetzt bei verschiedenen Einsatzstichworten gemeinsam mit den Abteilungen Wettersbach oder Hohenwettersbach aus.

Am 23. November 2002 konnten wir unser neues LF 8/6 in Empfang nehmen. Dieses Fahrzeug ersetzt das LF 8, das seit 1978 bei uns im Dienst war. Mit dem neuen Fahrzeug sind wir technisch auf dem besten finanziell möglichen Stand und haben damit besonders für unsere jungen Kameraden eine gute Motivationsgrundlage.

Nach den Erfahrungen des Orkans Lothar im Jahr 1999 und den neuen Hilfsfristen bei Wohnungsbränden in punkto Atemschutz wurde 2002 die Alarm- und Ausrückeordnung dahin geändert, daß zu bestimmten Einsatzstichworten mehrere Abteilungen zu einem Einsatz gerufen werden. Dies betrifft vor allem Einsätze, die während der normalen Arbeitszeit anfallen. So rücken wir jetzt bei verschiedenen Einsatzstichworten gemeinsam mit den Abteilungen Wettersbach oder Hohen-wettersbach aus.

Im Jahr 2003 wurde durch die angespannte finanzielle Lage der Stadt auch Einsparmöglichkeiten durch Zusammenlegung einzelner Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehren untersucht. Eine dafür eingesetzte Kommision schlug eine Zusammenlegung der Abteilung Stupferich mit der Abteilung Wettersbach in einem neu zu bauenden Gerätehaus in Palmbach vor. Mit viel Engagement innerhalb der Abteilung und großer Unterstützung durch den Ortschaftsrat und insbesondere Ortsvorsteher Rolf Doll, konnte das drohende Aus der eigenständigen Feuerwehr Stupferich verhindert werden. Oberbürgermeister Heinz Fenrich brachte mit Schreiben vom 03. März 2004 zum Ausdruck, dass alle Bestrebungen dahin gehend nicht weiter zu verfolgen sind.
Somit bleiben wir auch weiterhin eine eigenständige Abteilung. Es liegt jetzt an uns, mit unserem Einsatz auch in Zukunft unsere Wehr zu erhalten.

Am März 2006 fand die alljährliche Versammlung des Stadtfeuerwehrverbandes bei uns im Gemeindezentrum statt. Die Veranstaltung wurde von unserer Abteilung organisiert und ausgeführt. Der langjährige 1. Vorsitzende Gerhard Kaltenmeier wurde aus seinem Amt verabschiedet und vom Oberbürgermeister Heinz Fenrich zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Bei den Wahlen wurde unser Kamerad Franz Josef Ostermann zum neuen 1. Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrververbandes gewählt. Abteilungskommandant Ludwig Kast wurde in seinem Amt als Stellvertreter des Vorsitzenden bestätigt. Somit ist unsere Abteilung mit 2 Kameraden im Vorstand des Verbandes vertreten.



Im Jahr 2006 konnten wir auch unser 70jähriges Bestehen feiern. Mit einem Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Florian begannen wir die Feierlichkeiten. Im Anschluss an den Gottesdienst legten wir am Ehrenmal des Friedhofs Stupferich zum Gedenken der Verstorbenen unserer Wehr einen Kranz nieder.
Am 14. September begingen wir einen Ehrenabend zu unserem Jubiläum im Gemeindezentrum bei dem mit vielen Gästen aus Politik, Kirchenvertretern, Feuerwehr und Vereinsvertretern. Neben den Festreden wurde auch mit einer eindrucksvollen Videoschau unsere Geschichte dargestellt. Unter Mitwirkung des Musikvereins fand der Abend seinen gelungenen Abschluss.






Die Gesamtwehr 2006
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Die Aktive Mannschaft 2006
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Unsere Alterskameraden und Ehrenmitglieder 2006
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Wehrstärke zu Beginn des 70. Gründungsjahres
Aktive 28 Mitglieder, darunter 4 Frauen
Jugend 33 Jugendliche, darunter 10 Mädchen
Ehrenmitglieder und Alterskameraden 11
Fördernde Mitglieder 23


Am 02.05.2007 erhielten wir als Platzhalter einen MTW Typ VW Bus. Dieses Fahrzeug wurde von einer anderen Abteilung ausgemustert und hatte bereits über 100.000 km auf dem Buckel. Es konnte nun von unserer Abteilung genutzt werden. Die Jugendfeuerwehr nahm in gleich in Beschlag und nannte ihn bald liebevoll „Willi“.


Im Mai diesen Jahres fand ein Treffen der Alterskameraden aus ganz Karlsruhe bei uns statt. Als Rahmenprogramm wurde ein interessanter und lehrreicher Waldspaziergang mit dem Förster durchgeführt. Am 29. und 30. Juni 2007 wurde das jährliche Seminar für Führungskräfte der Feuerwehr Karlsruhe im Gemeindezentrum Stupferich abgehalten. Bei diesem Seminar werden die Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr geschult und über die neuesten Erkenntnisse in Sachen Brandschutz und Einsatztaktik informiert.

Am 31. Mai 2008 wurden 5 Mannschaftstransportwagen der Marke Mercedes Benz der Freiwilligen Feuerwehr übergeben. Eines dieser Fahrzeuge war für uns bestimmt. Mit diesem MTW war ein Teil des Fahrzeugkonzeptes erfüllt. Mit dem Erhalt dieses neuen Fahrzeugs mussten wir natürlich den alten VW Bus wieder abgeben. Für Bürgermeister Siegfried König war dies die letzte Amtshandlung als Feuerwehrdezernent. Dieses Amt übernahm nun Bürgermeister Klaus Stapf.


Am 15. Juni 2008 besuchten wir wieder unsere Partnerwehr in Pokój. Die Kameraden hatten uns zu ihrem 100jährigen Jubiläum eingeladen. Mit 10 Teilnehmern und zwei MTWs waren wir in Polen. Unser neuer MTW war selbstverständlich mit dabei. Nach einem Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Florian und einem Festakt unter freiem Himmel wurden Ehrungen ausgesprochen und Gastgeschenke ausgetauscht. Als Gastgeschenk überbrachten wir ein Fahnenband für ihre Fahne. Das Fest klang am Nachmittag auf dem Festplatz der Gemeinde aus. Es war für die Teilnehmer eine ganz andere Art Fest zu feiern.


Zur Jahreshauptversammlung 2009 war die Amtszeit von Abteilungskommandant Ludwig Kast abgelaufen. Da er aus Altersgründen nicht mehr kandidieren konnte, wurde ein Nachfolger gesucht. Trotz vieler Bemühungen und Gespräche und einem Wochenendseminar mit den Kameraden im Schwarzwald stellte sich niemand zur Wahl. Der bisherige Abteilungskommandant erklärte sich bereit, die Amtgeschäfte kommissarisch weiterzuführen. Es wurde vereinbart, dass dieser Zustand bis zur nächsten Versammlung fortgeführt wird.

Im Jahr 2009 wurde die Versammlung des Stadtfeuerwehrverbandes mit den Ehrungen des Landes für 25- und 40 jährige Mitgliedschaft zusammen begangen. Die erste Veranstaltung dieser Art fand dann am 14.03.2009 in Stupferich statt. Unsere Abteilung hatte die Organisation zu aller Zufriedenheit gemeistert. Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg Dr. Frank Knödler war als Gastredner anwesend und ehrte des Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbandes Kamerad Franz Josef Ostermann mit der Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbandes in Gold.


Nach einem Bittbrief aus Pokòj um Unterstützung für die Vervollständigung der Beladung ihres neuen Löschfahrzeuges beschafften wir aus Mitteln unserer Abteilungskasse einen technischen Hilfeleistungssatz mit Schere und Spreizer von der Branddirektion Karlsruhe. Mit 5 Teilnehmern wurde dann dieses Gerät nach Polen gefahren und dort in einem offiziellem Akt im Beisein der Bürgermeisterin von Pokój übergeben. Mit großer Freude und Dank wurde unser Geschenk entgegengenommen. Die Fahrt nach Polen wurde dieses Mal auf der Hinfahrt zu einer Besichtigung der ehemaligen deutschen Stadt Breslau, heute Wrozlaw, genutzt. Am Sonntag machten wir mit den polnischen Kameraden noch einen Ausflug nach Tenschstochau, dem größten Wallfahrtsort in Polen. Dort fand gerade eine Wallfahrt zur Schwarzen Madonna mit über 100.000 Teilnehmern statt. Dies war für uns alle sehr beeindruckend.




Am 10.10.09 fand das 2. Fußballturnier des Stadtfeuerwehrverbandes in der Jako- Arena in Stupferich statt. 8 Mannschaften nahmen daran teil, darunter zwei Mannschaften aus Stupferich. Unsere Mannschaft Stupferich II errang den 3. Platz.


Im Rahmen einer Sitzung des Abteilungsausschusses und nach Absprache mit den Mitgliedern der Wehr wurde festgelegt, im Jahr 2011 das 75 jährige Jubiläum der Feuerwehr Stupferich gebührend zu feiern.
Da nach der Prioritätenliste über die Umbauten der Gerätehäuser unser Haus an der Reihe ist, wurden bereits innerhalb der Abteilung Pläne über die Gestaltung des Anbaus geschmiedet.

Im Zuge des Fahrzeugkonzeptes war festgelegt, dass einige der vom Bund beschafften LF 16 TS, nach dem Rückzug des Bundes von der Übernahme der Unterhaltungskosten, zurückgegeben werden mussten. Leider war unter diesen Fahrzeugen auch unseres mit dabei. Am 09. Januar 2010 war es dann soweit, wir mussten unser Fahrzeug abgeben. Dieses Auto hat uns sehr gute Dienste getan und war besonders für die Ausbildung der Jugendfeuerwehr wichtig.
Bereits am 23. Januar wurde dieses Fahrzeug dann von den neuen Besitzern, der Feuerwehr aus Winterlingen auf der Schwäbischen Alb, auf der Hauptwache abgeholt. Abteilungskommandant Kast hatte von diesem Termin erfahren und begrüßte die Kameraden. Diese waren bereit, auf ihrer Heimfahrt noch einen Abstecher in Stupferich zu machen und besichtigten unser Gerätehaus. Man hatte vereinbart, sich bei Gelegenheit wieder zu treffen.


Bei der Jahreshauptversammlung am 22. Januar 2010 standen wieder Wahlen an. Der bisherige stellvertretende Abteilungskommandant Siegbert Becker stellte sich zur Wahl und wurde einstimmig zum neuen Abteilungskommandanten gewählt. Neuer Stellvertreter wurde Siegmund Dietz.


Mit Schreiben vom 19. April wurde die Bestätigung des Gemeinderates der Stadt Karlsruhe bekannt gegeben. Siegbert Becker ist ab diesem Tag offiziell Abteilungskommandant. Siegmund Dietz wurde zum kommissarischen Stellvertreter beauftragt.


Nach über 25 Straßenfesten in Stupferich wurde am 10.und 11.Juli 2010 zum ersten Male dieses traditionelle gemeinsame Fest der Stupfericher Vereine nicht mehr im Ortskern, sondern rund um die Bergleshalle durchgeführt und mit dem neuen Namen "Stupfericher Festmeile" versehen. Grund für diese Verlagerung waren Klagen der Anwohner und Besitzer der benutzten Flächen und Anwesen. Ebenso war es schwer, genügend Standplätze für alle Vereine zu finden. Dieser neue Festplatz ist bei der ersten Durchführung leider noch nicht bei allen Gästen gut angekommen, das Flair des Straßenfestes im Ortskern war leider nicht mehr vorhanden.
75 Jahre Feuerwehr Stupferich 1936 - 2011

Im Jahr 2011 konnte die Abteilung ihr 75jähriges Jubiläum feiern. Der gewählte Festausschuss hatte dazu die einzelnen Aktivitäten beschlossen. Begonnen hatten wir bereits im Dezember mit der Ausgabe eines Feuerwehrkalenders mit Motiven der Abteilung. Der Kalender hatte die Größe DIN A3 und wurde im ganzen Ort und den befreundeten Wehren kostenlos verteilt. Der gelungene Kalender war ein guter Auftakt für unser Fest.

Zu diesem Fest übernahm Herr Oberbürgermeister Heinz Fenrich die Schirmherrschaft. und Ortsvorsteher Rolf Doll, die Festpräsidentschaft.

Zum Auftakt unserer Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr hatten wir dann am 15. April zu einem Festbankett im Gemeindezentrum eingeladen. Neben Oberbürgermeister Heinz Fenrich als Schirmherr und Ortsvorsteher Rolf Doll konnte Abteilungskommandant Siegbert Becker neben Gästen aus dem Stadtrat von Karlsruhe auch viele Mitglieder des Ortschaftsrates von Stupferich und weitere Gäste begrüßen.
Oberbürgermeister Heinz Fenrich ging in seiner Festansprache auf die Geschichte der Wehr ein. Bemerkenswert fand er, dass zur damaligen Zeit vier Anläufe erforderlich waren, die Wehr zu gründen. Er versprach, dass die Abteilung ihren Bestand sicher hat, solange sie in der Lage ist, die anstehenden Aufgaben personell und fachlich zu erledigen. Als Gastgeschenk überreichte ein Gemälde von Karlsruhe.

Ortsvorsteher Rolf Doll hob in seiner Rede die Mitwirkung der Feuerwehr im örtlichen Geschehen hervor, so z.B. beim Stellen des Maibaumes und auch mit der Ehrenwache beim Volkstrauertag. Er lobte auch, wie Oberbürgermeister Heinz Fenrich, die hervorragende Jugendarbeit der Abteilung unter dem Jugendwart Thomas Grimm. Mit einem Fahnenband beglückwünschte er seine Feuerwehr zum 75jährigen Jubiläum.

Der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes Ulrich Volz hob in seinem Grußwort die Mitarbeit der Wehr im Verband hervor und erwähnte dabei besonders die Baumpflanzaktionen und die Einrichtung der Gottesdienste zu Ehren des Heiligen Florian. Mit der Überreichung des Ehrentellers für die Abteilung schloss er sein Grußwort.

Oberbürgermeister Heinz Fenrich konnte den Kameraden Achim Maresch für 25jährige aktive Mitgliedschaft ehren. Der stellvertretende Feuerwehrkommandant Günter Bechtold konnte Simon Brombacher und Robert Lukaschewsky befördern. Achim Maresch erhielt als interne Ehrung der Abteilung die Ehrennadel in Silber für 25jährige Mitgliedschaft. Die ehemalige Ortsvorsteherin Hanne Langer wurde für ihre Treue und Mitarbeit als langjährige Kassenprüferin mit einem Blumenstrauß geehrt. Ehrenabteilungskommandant Josef Katz erhielt für seine Zeit als Altersobmann und Kassenprüfer ein Weinpräsent überreicht. Der ehemalige Abteilungskommandant Ludwig Kast wurde auf Grund seiner Verdienste zum Ehrenmitglied der Abteilung ernannt.

Ludwig Kast konnte als Vorsitzender des Festausschusses die beiden ersten Exemplare der Festschrift an Oberbürgermeister Heinz Fenrich und Ortsvorsteher Rolf Doll überreichen. Das mit viel Arbeit verbundene Werk mit über 100 Seiten wurde von den Kameraden Ludwig Kunz, Herbert Schickle und Ludwig Kast zusammen gestellt.



Abteilungskommandant Becker bedankte sich bei den Anwesenden für ihre Teilnahme und die Geschenken an diesem Abend. Mit einem kalt-warmen Buffet und vielen Gesprächen in fröhlicher Runde endete die Feier.

Im Rahmen unseres Jubiläums fand dann am 14. Mai 2011 beim Ehrenmal auf dem Friedhof die Totenehrung, gemeinsam mit dem Jubiläum des Gesangvereins, statt.
Ortsvorsteher Rolf Doll als Festpräsident beider Jubiläen hielt dazu die Ansprache. Frau Pfarrerin Dr. Ritter stellte ihre Ansprache für die beiden Kirchen. Abteilungskommandant Siegbert Becker und der 1. Vorsitzende des Gesangvereins Engelhard Weiler legten am Ehrenmal je einen Kranz nieder. Die Niederlegung begleiteten Mitglieder des Musikvereins Lyra Stupferich mit dem Lied vom guten Kameraden.



Nach der Feier beim Ehrenmal gedachte der verstorbenen Kommandanten der Wehr Alois Becker, Kurt Bergemann und Eugen Becker bei ihren jeweiligen Grabstätten und legte je ein Blumengebinde nieder. Am 24. Mai besuchten wir das Grab unseres ehemaligen Kommandanten Anton Doll in Straubenhardt- Langenalb und legten auch dort ein Blumengebinde nieder.

Der diesjährige gemeinsame Floriansgottesdienst des Verbandes in Stupferich stand unter dem Zeichen unseres 75jährigen Jubiläums. Über 120 Kameraden nahmen daran teil. In einer eindrucksvollen Prozession marschierten die Kameraden vom Gemeindezentrum in die Pfarrkirche St. Cyriakus in Stupferich. Pfarrer Horst Lothar Nickles verglich in seiner Predigt den Glauben und das Leben mit Gott wo es gerade auch, wie in der Feuerwehr wichtig ist, dass klare Anweisungen und Worte gegeben werden. Der Gottesdienst wurde von der Band der Pfarrgemeinde Stupferich und der Orgel musikalisch umrahmt. Die Lesung wurde vom Feuerwehrkommandanten Dr. Roland Goertz und die Fürbitten von Bürgermeister Klaus Stapf und zwei Kameraden aus Stupferich vorgetragen.
Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Teilnehmer von unserer Abteilung zum Kaffee und Frühschoppen eingeladen.



Das Jubiläumsfest wurde am 23.und 24.Juli in der Bergleshalle gefeiert. Zu diesem Fest war auch eine Abordnung unserer befreundeten Wehr aus Pok˛j gekommen. Es begann am Samstag mit einem Stupfericher Abend der Vereine unter Mitwirkung von Gesangverein, Heimatverein, Kirchenchor und Akkordeonorchester. Danach spielten die Blauen Husaren auf, bevor der Große Zapfenstreich mit dem Ehrenzug aufgeführt wurde. Mitwirkende beim Zapfenstreich waren der Musikverein Lyra Stupferich, der Spielmannszug der Feuerwehr Graben-Neudorf und der Ehrenzug der Feuerwehr Stupferich unter dem Ehrenzugführer Ludwig Kast. Unterstützt wurde der Ehrenzug von Kameraden der Abteilungen Hohenwettersbach, Wettersbach und Wolfartsweier. Die vollbesetzte Halle bedankte sich für diese Aufführung mit einem großen Applaus.



Der Sonntag begann mit einer Großübung der Jugendfeuerwehr mit den Abteilungen aus Stupferich, Hohenwettersbach, Wettersbach und Wolfartsweier.



Den ganzen Tag über war eine Fahrzeugschau aufgebaut, die bei den Gästen viel Interesse fand. Es war auch schön, dass eine Abordnung aus Winterlingen bei uns Gast war.


Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des großen Festumzuges mit über 30 Gruppen. Alle Teilnehmer hatten sich viel Mühe gemacht und so ging der Zug durch den geschmückten Ort. Viele Zuschauer säumten den Weg und bedankten sich bei Mitwirkenden mit großem Beifall. Der Abend klang mit der Ziehung der großen Tombola in Harmonie aus.


Am 08.10.2011 fand dann als Abschluss der Feierlichkeiten die Jubiläumsübung auf dem Gelände der Fa. Weiler statt. Mitwirkende waren neben dem DRK Stupferich auch die Abteilungen der Bergdörfer. Die Übung nahm einen guten Verlauf, die Akteure wurde vom anwesenden Kameraden der Branddirektion für ihren Einsatz gelobt.


Der Festausschuss hat zu Beginn des Festes beschlossen, einen Teil des Erlöses gemeinnützigen Institutionen zu spenden. So wurde an die Feuerwehrstiftung Gustav Binder 750 Euro überwiesen und an den Kindergarten Stupferich, das Jugendrotkreuz, den Förderverein Grundschule Stupferich und an die Jugendwerkstatt Stupferich je 300 Euro übergeben.


Die Abteilung konnte im Jahr 2012 das 40jährige Jugendfeuerwehr Stupferich feiern. Mit einer kleinen Feierstunde am im Gemeindezentrum wurde diese Jubiläum gefeiert.
Abteilungskommandant Siegbert Becker konnte neben Ortsvorsteher Rolf Doll den amtierenden Feuerwehrkommandanten der Feuerwehr Karlsruhe Herrn Günter Bechtold. Als Leiterin der Jugendfeuerwehr Karlsruhe begrüßte er die Stadtjugendfeuerwehrwartin Frau Sabine Haas, vom Stadtfeuerwehrverband begrüßte er den Ehrenvorsitzenden Franz Josef Ostermann.
Ortsvorsteher Rolf Doll überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Ortschaftsrates und der Ortsverwaltung und hob die prägende Erfahrung der Jugendlichen durch die Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr hervor. Branddirektor Günter Bechtold ließ die Geschichte der Jugendfeuerwehr Revüe passieren und lobte auch die gute Zusammenarbeit innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe. Die Stadtjugendfeuerwehrwartin Sabine Haas hob die Bedeutung der Jugendarbeit für den Nachwuchs der Feuerwehr. Sie bedankte sich bei allen bisherigen Jugendfeuerwehrwarten und Betreuern für ihre Arbeit mit und für die Jugendfeuerwehr in den vergangenen 40 Jahren. Der Ehrenvorsitzende des Verbandes Franz Josef Ostermann lobte auch die gute Jugendarbeit in den 40 Jahren und hob die geringe Anzahl der bisherigen Jugendwarte hervor, die von einer guten Zusammenarbeit innerhalb der Abteilung ausging. Er überbrachte die Glückwünsche des Verbandes. Der erste Jugendwart der Abteilung Ludwig Kast, bedankte sich bei seinen Nachfolgern für die Weiterführung der Aufgabe und bedankte sich auch bei dem damaligen Stadtjugendfeuerwehrwart Hans Riemer, der ihm und seinem Nachfolger Johannes Bergemann die ersten Schritte für die Führung einer Jugendfeuerwehr beibrachte. Er erzählte auch von einer Aktion der damaligen Gemeindeverwaltung im Jahre 1964 zur Gewinnung von Nachwuchs für die damals noch selbständige Feuerwehr Stupferich über die Ortsrufanlage. Alle Redner wünschten der Jugendfeuerwehr weiterhin viel Erfolg und gutes Gelingen.
Jugendwart Thomas Grimm ließ in seiner Videopräsentation die Geschichte der Jugendfeuerwehr in den vergangenen 40 Jahren Revue passieren und zeigte in einer gelungenen Zusammenstellung Fotos von der Gründung bis zum heutigen Tag, unterlegt mit fetziger Musik. Für seine "Zeitreise" der Jugendfeuerwehr erhielt er von den Anwesenden, und natürlich von den Jugendlichen, viel Beifall. Die Feierstunde endete mit einem Imbiss.

Am 14. Mai 2012 verstarb die frühere Ortsvorsteherin Frau Hanne Langer. Sie übte das Amt von 1978 bis 1989 aus und hatte sich in dieser Zeit sehr für die Belange der Feuerwehr eingesetzt. 1986 wurde sie zu unserem Ehrenmitglied ernannt und war danach auch lange Jahre bei uns Kassenprüferin. Die Feuerwehr begleitete sie auf ihrem letzten Weg.


Unsere Alterskameraden und Ehrenmitglieder im Oktober 2012


Im Jahr 2013 wurden vom Gemeinderat der Stadt nach langen Bemühungen der Abteilung und des Ortschaftsrates Mittel in den Doppelhaushalt 2013/2014 für die Erweiterung des Gerätehauses eingestellt. Es fehlten bei uns der Umkleideraum für Frauen, Dusche für Frauen und ein Jugendraum sowie Garderoben für die Jugendfeuerwehr. Die Planungen waren bereits erstellt, mussten aber mehrfach wieder geändert werden.


Am 06. August 2013 verstarb unser Alterskamerad Herbert Fleck. Er war über 60 Jahre Mitglied in unserer Wehr und hatte sich als Hausmeister und Helfer für alle anfallenden Arbeiten in und um das Gerätehaus sehr verdient gemacht. Er wurde von der Feuerwehr auf seinem letzten Weg begleitet.

Im September 2013 wurde mit der Ausräumung des Gerätehauses begonnen, davor musste ein Platz für die Zwischenlagerung hergerichtet werden. Ein Dank an Egon Becker, der uns dafür die Räumlichkeiten unentgeldlich zur Verfügung gestellt hatte.

Bei der Jahreshauptversammlung am 17. Januar 2014 legte der bisherige kommissarische Stellvertreter Siegmund Dietz sein Amt nieder. Er will damit den Generationswechsel in der Führung der Wehr einleiten. Sein Amt als Kassenwart und Bauleiter für den Umbau behält er aber weiterhin inne. Bei der Wahl wurde Robert Lukaschewsky-Moran gewählt. Auch er wurde kommissarisch vom Gemeinderat eingesetzt und muss noch den notwendigen Lehrgang absolvieren.

Am 7. März 2014 verstarb überraschend unser Ehrenabteilungskommandant Josef Katz im Alter von 87 Jahren. Er war 10 Jahre Abteilungskommandant und davor 10 Jahre Schriftführer und Kassenwart. In seine Amtszeit fiel der Bau des Gerätehauses und der Bau der Bergleshalle. Sein besonderes Anliegen war ihm die reibungslose Eingliederung in die Feuerwehr Karlsruhe. Er war über 70 Jahre Mitglied in unserer Wehr und war für seinen tiefgründigen Humor überall bekannt. Auch er wurde von der Feuerwehr auf seinem letzten Weg begleitet.

Im Januar 2014 wurde mit den Arbeiten für den Umbau des Gerätehauses begonnen. Die Mauern der 3 hinteren Räume der Fahrzeughalle wurde einen Teil zurück gebaut, um darüber noch weitere Lagerräume zu erhalten. Ebenfalls im Januar wurden von den Kameraden der Abteilung entlang des Gerätehauses 4 Eschen gefällt und abgeräumt. Somit war Platz für die Erweiterung geschaffen. Im weiteren Verlauf wurden die bisherigen Sanitärräume ausgehöhlt und mit den Erdarbeiten für die Erweiterung begonnen. Daran anschließend begannen die Maurerarbeiten und die Durchbrüche in die neuem Räume wurden geschaffen. Alle weiteren Maßnahmen und Tätigkeiten und viele Bilder vom Umbau und der Erweiterung sind unter der Rubrik "Erweiterung Feuerwehrgerätehaus" auf dieser Hompage zu sehen. Natürlich gab es bei der Planung und dem Bau zwischen den zuständigen Ämter und unserer Abteilung einige Unstimmigkeiten zu überwinden. Viele berechtigte Wünsche aus der Abteilung wurden nicht erfüllt oder konnten aus finanziellen Gründen nicht erfüllt werden. Es traten aber auch noch Probleme, wie bei jedem Umbau, zu Tage, wie z.B. das Dach über dem bestehenden U- Raum war nicht mehr dicht und musste erneuert werden. Bei vielen dieser Problembehebungen hatte wir die volle Unterstützung der Branddirektion Karlsruhe. Herzlichen Dank dafür!! Einige Maßnahmen auf unserer Wunschliste mussten wir aber auch aus unserer Abteilungskasse finanzieren. Als Ergebnis des Um- und Erweiterungsbau muss man aber festhalten, dass wir jetzt ein schönes Gerätehaus besitzen mit dem auch wir zufrieden sein können.
Bilder über den Ablauf der Umbaumaßnahmen sind auf der Seite "Erweiterung Gerätehaus" auf unserer Hompage zu finden.

Die Einweihung erfolgte am 25. April 2015 mit einem feierlichen Festakt. Am 26. April zeigten wir dann mit einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung und den auswärtigen Gästen unser "neues" Haus.


Im Anschluß eine Pressemitteilung von www.stuperich.org, das Portal, das über unsere Aktivitäten immer positiv berichtet :

 
Schlüsselübergabe für den Anbau des Stupfericher Feuerwehrhauses

Als "Investition in die Zukunft" bezeichnete Bürgermeister Klaus Stapf die Bausumme von rund 960.000 Euro. Auch wurde "energetisch" saniert, darauf legte man großen Wert bei der Umbaumaßnahme des 1976 erbauten Feuerwehrhauses. So wurden große Fensterflächen und die Rolltore der Fahrzeughalle ausgetauscht. Es entstanden Sanitärräume für Frauen und Männer nach aktuellem Standard, neue Umkleideräume, sowie ein Funkraum. Auch hat der Kommandant nun wieder ein eigenes Büro. Der große, helle Jugendraum, der durch ein Schiebeelement vom Schulungsraum abgetrennt werden kann, ist eine lang ersehnte Bereicherung.

15 Monate Bauzeit waren notwendig, um mit viel Eigenleistung der Feuerwehr ein Gebäude zu erstellen, welches nicht nur in Funktionalität und technischer Aktualität bemerkenswert ist, sondern auch optimal an das Bestandsgebäude angedockt wurde. In der Summe von 960.000 Euro sind nicht die Eigenleistungen eingerechnet. Diese haben die Kosten deutlich gesenkt.
Die neu eingebaute Küche fördert auch das gesellige Miteinander. DerTeamgeist ist bei Einsätzen und Übungen ein wichtiger Sicherheitfaktor für die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner. Ein Grundsatz, "Einer für Alle, Alle für Einen", denn man muss sich in schwierigen, gefährlichen Situationen aufeinander verlassen können.

Mit einem Buffet, welches, so Ortsvorsteher Alfons Gartner in seiner Rede, "nicht dem städtischen Standard, sondern dem Feuerwehrstandard Stupferichs entsprach", klang der offizielle Teil der Feierstunde aus. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten in bewährter Weise die "Stupfericher Dorfmusikanten".
Am Sonntag wurden die neuen Räume zum Feuerwehr-Kaffee erklärt. Hier konnten die Besucher in Ruhe ein Stück selbst gebackenen Kuchen genießen.

Ein Video von der Einweihungsfeierlichkeit ist auf unserer Seite unter "Aktuelles" zu finden (oder hier klicken).

Bei der Jahreshauptversammlung am 28. Februar 2015 im Gasthaus zum Lamm stand die Wahl des Abteilungskommandanten an. Der bisherige Abteilungskommandant Siegbert Becker verzichtete nach nur einer Wahlperiode auf eine Wiederwahl. Die in seiner Amtszeit erfolgte Erweiterung des Gerätehauses war das herausragende Thema seiner Amtszeit. Darüber hinaus ist noch das 75jährige Jubiläum der Wehr im Jahre 2011 zu erwähnen. Dieses Jubiläum knüpfte an die bisherigen Jubiläen zum 50.- 60. und 70jährigen Jubiläen an.

Bei der Wahl zum neuen Abteilungskommandanten stellte sich nur Robert Lukaschwsky- Moran zur Wahl. Kamerad Lukaschewsky-Moran wurde zum neuen Abteilungs-kommandanten gewählt. Er ist somit der jüngste Abteilungskommandant der Wehr. Da er bisheriger Stellvertreter war, musste auch ein neuer Stellvertreter gewählt werden. Zur Wahl stellte sich Oliver Doll. Auch er wurde mit großer Mehrheit gewählt. Somit erfolgte bei dieser Wahl ein kompletter Generationswechsel.


Zur 300 Jahrfeier der Stadt Karlsruhe hatte der Stadtfeuerwehrverband sämtliche Partnerwehren der Abteilungen eingeladen. Unsere Partnerwehr aus Pok˛j war vom 19.-22.6.2015 bei uns zu Gast. Der Stadtfeuerwehrverband hatte das Programm organisiert und unsere Gäste nahmen dabei regen Anteil. Die Besichtigung der Fa. Metz und die anschließende Fahrt mit den Drehleitern fanden großen Anteil. Begeisterung herschte auch über die Schloßlichtspiele die am Abend stattfanden. Beim Feuerwehrfest in Bulach wurden alle anwesenden Partnerwehren mit einem Präsent des Stadtfeuerwehrverbandes bedacht. Viele unserer jungen Kameraden nahmen an den verschiedenen Aktivitäten teil und mit den Kameraden aus Polen fand ein herzlicher Austausch statt. Dies macht Hoffnung auf die Weiterführung der Partnerschaft mit den Kameraden aus Pok˛j. Eine Einladung zum nächsten besuch nach Polen wurde schon ausgesprochen.


Am 07. April 2016 verstarb völlig überraschend unser Kamerad Johannes Bergemann im Alter von nur 67 Jahren. Kamerad Bergemann war über 50 Jahre Mitglied in unserer Wehr. Er war fast 15 Jahre Jugendwart, 19 Jahre Gerätewart und 16 Jahre Fahnenträger und danach noch bis zu seinem Tod Fahnenbegleiter. Darüber hinaus war er einige Jahre Mitglied im Abteilungsausschuss. Er wurde mit großer Anteilnahme, auch von auswärtigen Kameraden, von der Wehr zu seiner letzten Ruhestätte begleitet.

Ein kleiner Auszug erwähnenswerter Einsätze der Wehr seit der Gründung
1940 Brand bei Alois Kist, Wohnhaus, Scheune und Stall
1942 Brand bei Ludwig Becker, Wohnhaus, Scheunen und Stall
  Brand bei Theodor Weiler, Scheune
1943 Brand bei Ludwig Doll, Schopf
1957 Brand im Gemeindewald
1967 Brand bei Albert Scheib, Feldscheune
1973 Brand bei Fa. Becker, Spänesilo
1978 Brand bei Fa. Weiler, Kelterei
1979 Brand bei Fa. Becker, Dachstuhlbrand
1981 Brand in der Gaststätte "Zum Sportzentrum"
1982 Brand bei Philipp Klein, Wohnhaus
1991 Brand im Gasthaus zum Adler
1997 Gasexplosion Gasthaus zur Sonne
1999 Schneebrucheinsätze, Sturmeinsätze durch Orkan Lothar
2003 Waldbrand bei Bergleshalle
2006 Verkehrsunfall mit Todesfolge K9653
2008 Verkehrsunfall mit Todesfolge K9653
2008 Verkehrsunfall, Fahrer unter Traktor eingeklemmt, K 9654
2016 Hochwassereinsatz in Wettersbach mit fast 15 Std. Einsatzdauer.

Es ist erwähnenswert, dass in den früheren Jahren die Feuerwehren zum überwiegenden Teil zur Brandbekämpfung im Einsatz waren. Dies hat sich mit der Zeit stark geändert. So müssen heute immer mehr Hilfeleistungen zum Beispiel bei Verkehrsunfällen gemeistert werden. Durch die Klimaveränderungen werden auch Unwettereinsätze in Zukunft vermehrt auf die Feuerwehren zukommen.

Die Kommandanten der Wehr Die Stellvertreter
1936 – 1945 Alois Becker 1936 – 1942 Albert Klass
1948 – 1957 Anton Doll 1948 - 1960 August Doll
1957 - 1964 Eugen Becker 1960 - 1980 Wilhelm Grimm
1964 - 1974 Kurt Bergemann 1980 - 1984 Ludwig Kast
1974 - 1984 Josef Katz 1984 - 1999 Franz J. Ostermann
1984 - 2010 Ludwig Kast 1999 – 2001 Alexander Gartner
2010 - 2015 Siegbert Becker 2001 - 2010 Siegbert Becker
2015 - Robert Lukaschewsky-Moran 2010 - 2014 Siegmund Dietz
2014 - 2015 Robert Lukaschewsky-Moran
2015 - Oliver Doll



Die Jugendwarte/in Die Stellvertreter
1972 – 1973 Ludwig Kast 1972 - 1973 Johannes Bergemann
1973 – 1987 Johannes Bergemann 1973 - 1978 Ludwig Kast
1987 - 1993 Siegmund Dietz 1978 - 1987 Siegmund Dietz
1993 - 1999 Achim Maresch 1987 - 1992 Siegbert Becker
1999 - 2013 Thomas Grimm 1992 - 1998 Andreas Kunz
2013 - 2014 Ruven Ratajczak 1998 - 1999 Thomas Grimm
2014 - Vanessa Ehmer 1999 - 2004 Nadine Gartner / Robert Lukaschewsky
2004 - 2013 Robin Doll
2013 - 2015 Vanessa Ehmer
2015 - Felix Becker



Die Bürgermeister / Ortsvorsteher seit Bestehen der Freiwilligen Wehr
1936 – 1945 Alois Becker, Bürgermeister
1948 – 1972 Josef Doll, Bürgermeister
1972 – 1978 Josef Doll, Ortsvorsteher
1978 – 1989 Hanne Langer, Ortsvorsteherin
1989 - 2014 Rolf Doll, Ortsvorsteher
2014 - Alfons Gartner, Ortsvorsteher


Stand: 01.06.2015